Als die Erzieherin mir vor 2 Wochen einen Zettel mit der Einladung zum Schlafmützenfest in die Hand drückte, dachte ich noch, dass macht Elina nie. Als aber ihre beste Freundin auch unbedingt im Kindergarten schlafen wollte, wollte sie natürlich auch. Ich habe ihr zig mal erklärt, dass ich sie dort hin bringe, sie abends zusammen essen und anschließen eine Nachtwanderung durch den Ort machen und dann alle Kinder in einem Raum übernachten. Sie war trotzdem überzeugt davon, dass sie im Kindergarten schlafen möchte.
Auch am Freitag habe ich ihr nochmal den genauen Ablauf erklärt, sie war immer noch wild entschlossen. Nun gut dachte ich, dann probieren wir es eben. Also packten wir ihr kleines Köfferchen, eine Matratze und einen Schlafsack ein und marschierten in Richtung Kindergarten. Da war ein riesiges Durcheinander von aufgeregten Kindern und vielen Eltern. Elina marschierte direkt neben ihre Freundin und platzierte dort ihre Matratze und ihren Schlafsack. Nachdem alles aufgebaut war, hat sie uns fröhlich verabschiedet und uns hinter her gewunken.
Der Glucke in mir wurde ganz anders. Das Kind bei der Oma schlafen zu lassen ist ja eine Sache aber im Kindergarten das ist irgendwie eine andere Liga. Tausend Dinge gingen mir durch den Kopf. Als wir dann beim Essen saßen, schaute ich permanent auf mein Handy und auch Nachts war ich zig mal wach. Aber das Handy klingelte nicht, die ganze Nacht nicht und auch am nächsten Morgen nicht.
Um 9.30 Uhr holten wir sie wieder ab im Kindergarten. Sie hatten viel Spaß und erzählte den ganzen Vormittag von der Nachtwanderung, vom Abendessen, vom Frühstück, davon, dass sie mit ihrer Freundin bis spät in die Nacht die restliche Gruppe unterhalten haben, obwohl alle schon schlafen wollten. Ich bin stolz auf sie, dass sie wirklich eine ganze Nacht alleine im Kindergarten geschlafen hat. Auch wenn, der Glucke in mir jetzt so richtig bewußt geworden ist, wie groß und selbständig unsere Kleine doch schon geworden ist.