Donnerstag, September 28, 2006

Heilpraktikerin

Gestern habe ich mich endlich dazu durchgerungen zu einer Heilpraktikerin zu gehen. Seit Jahren schlage ich mich mit meinem Magen und meinem Rücken rum. Kein Arzt findet irgend etwas und nach der letzten von insgesamt 3 Magenspieglungen musste ich meinem Mann versprechen endlich zu einer Heilpraktikerin zu gehen. Schon im Vorgespräch erklärte sie mir, dass meine Magenprobleme sehr gut vom Rücken kommen könnten. Ich habe das nicht so recht glauben können. Sie hat gestern mit der Dorn-Therapie angefangen und mir erklärt, dass sich die Symptome heute und morgen verschlimmern können. Gestern abend waren alle Symptome die mich seit Jahren mal mehr und mal weniger quälen da. Das heißt für mich, dass sie recht hatte, und die Magenprobleme vom Rücken kommen. Auf diese Idee wäre ich beim besten Willen nicht gekommen und bin jetzt schon froh, dass ich diesen Weg gegangen bin. Ich bin gespannt wie es mir nach den drei Sitzungen geht. Da quält man sich so lange und rennt von einem Arzt zum nächsten und dabei ist das Problem eigentlich ganz einfach.

Mittwoch, September 27, 2006

Gemüseschwämme

Wir bekommen unsere Gemüse von einem Bio-Bauern einmal die Woche geliefert. Als ich heute mittag nach Hause kam und 4 Kisten voll Gemüse vor der Tür standen dachte ich, ich spinne. Ja, ich hatte mehr als normal bestellt für die Geburtstagsparty am Samstag aber für 4 Kisten hätte das doch nicht gereicht. Nachdem ich die Kisten durchgeschaut habe, war der Fehler schnell gefunden. Sie haben statt der Stückanzahl, kg gerechnet. Ich hatte also ganze 6 kg Tomaten, 2 kg rote, 2 kg grüne, 2 kg gelbe, 2 kg Zucchini und zu guter letzt 2 kg Aubergingen hier. Der Herr vom Gemüseabo musste selbst lachen, als ich ihn fragte was ich bitte mit 6 kg Tomaten machen soll. Jetzt holen sie 3/4 des Gemüses wieder ab. Das das aber auch keinem beim Packen aufgefallen ist.

Montag, September 25, 2006

Ein verdammt langer Tag

4.30 Uhr der Wecker klingelt für meinen Mann, damit er rechtzeitig zur nächsten Geschäftsreise aufbrechen kann
Ich bin bis kurz vor 6 Uhr hellwach und um kurz nach 6 Uhr will Elina aufstehen. Dank ihrer Milchflasche und viel kuscheln ist sie noch einmal bis 8 Uhr eingeschlafen - ich leider nicht wirklich.
Mittagsschlaf wurde heute nur eine gute Stunde gehalten und dementsprechend knatschig war sie als sie aufgestanden ist. Sie hat eine halbe Stunde am Stück wie verrückt geschrieen. Ist von einem Papa-Foto zum nächsten gerannt und hat sich gar nicht mehr einkriegen wollen. Ich war so verdammt machtlos. Alle meine Erklärungen und Bestechungsversuche mit Keksen und co. haben keinerlei Wirkung gezeigt. Zum Schluß hätte ich mit heulen können.

Sie leidet so verdammt unter dem ständigen hin und her. Sie ist noch viel zu klein um zu verstehen, dass er ja wieder kommt und vor allem wann er wieder kommt. Ich selbst bin ja schon nicht gerne alleine aber die zickige und völlig neben sich stehende Elina im Gedanken, machen mir schon jede Geschäftsreise im Vorraus zum Horror. 25% Reisetätigkeit war in der Jobbeschreibung angegeben und damit hätte ich sehr gut leben können. Mittlerweile artet das eher zu 60-70% aus und damit kann weder Elina noch ich gut leben.

Heute abend hatte ich zum ersten mal seit gut 2 Jahren wieder das verlangen nach einer Zigarrette. Ich bin sowas von fertig, das glaubt mir gar keiner.

Sonntag, September 24, 2006

Jungesellinnenabschied

Unsere Nachbarin und mittlerweile gute Bekannte feiert dieses Wochenende ihren Jungesselinnenabschied als Wellness-Wochenende in der Rhön. Ich war eingeladen und nein, ich bin nicht mitgefahren. Warum? Zum einen ist Elina seit wir aus dem Urlaub wieder hier sind völlig durch den Wind. Und zum anderen war Wolfram letzte Woche mal wieder drei Tage weg und fährt auch am Montag wieder für drei Tage weg. Wenn ich jetzt noch das Wochenende dazwischen weg gewesen wäre, hätte das sicherlich nicht gerade zu einer Besserung ihrer Laune beigetragen. Und dann wäre da ja noch mein Problemchen das ich mich mit einer Gruppe neuer Leute immer sehr schwer tue und ein ganzes Wochenende mit lauter Unbekannten ist dann schon heftig für mich. Trotzdem war ich gestern ein bischen traurig als die kleine Gruppe sich auf den Weg gemacht hat. Manchmal stehe ich mir, glaube ich, auch einfach selbst im Weg.

Donnerstag, September 21, 2006

Mittagsruhe

Kann mir mal einer erklären warum hier immer ab 13 Uhr gehämmert, gesägt, rasen gemäht oder ähnlich laute Dinge gemacht werden? Hier wohnt in jedem Haus mind. ein Kleinkind, dass Mittagsschlaf macht, warum kann man da nicht einfach mal Rücksicht nehmen? Das nächste mal bringe ich Elina rüber zu dem Lärmverursacher und wünsche viel Spaß mit dem nöligen und übermüdeten Kind *grummel*

Mittwoch, September 20, 2006

Das wars dann wohl

Tja, ich hatte mit meiner Vermutung wohl recht. Der erneute 3-Monatsvertrag kam nur um mich ruhig zu stellen. Nach langem hin und her habe ich diesen Vertrag abgelehnt und um eine adäquate Stelle gebeten. Diese könnten sie mir nicht bieten, da Teilzeit nicht erwünscht sei im Unternehmen. Jetzt werde ich schriftlich die angebotene Stelle ablehnen und einen Antrag auf Nebenbeschäftigung stellen, d.h. ich werde mir einen neuen Job suchen - zumindest erst mal für die Dauer der Elternzeit. Wobei ich jetzt wieder vor dem großen Rätsel stehe ob ich mir eine eigene kleine Agentur zutraue oder eben doch erst mal als Freelancer mein Glück versuche. Übrigends meinte mein Chef, dass er sich sicher ist, dass wir uns in 2007 wieder sehen, darüber habe ich dann wirklich mal gelacht....

Montag, September 18, 2006

Elternteilzeit die xte

Am Donnerstag flatterte eine mail meines Arbeitgebers in den Posteingang, dass sie mir einen weitern Elternteilzeitvertrag für 3 Monate ab dem 18.9. anbieten könnten und das ich schnellst möglich mit ihnen die Details klären sollte. Mal davon abgesehen dass es mich nicht mehr wirklich schockt dass sie ganze 4 Wochen auf meinen Antrag überhaupt nicht reagiert haben, finde ich es eine wirkliche Unverschämtheit mir ganze drei Tage vor dem geplanten Vertragsbeginn ein Angebot zu senden. In der gleichen Abteilung wohl mit den gleichen Aufgaben wie die letzten drei Monate. Mittlerweile kann ich darüber wirklich nur noch lachen. Noch vor zwei Wochen erzählen sie mir sie hätten keine adäquaten Aufgaben und plötzlich kommt wieder ein Angebot mit Studentenaufgaben. Für wie blöd halten die mich dort eigentlich? Bei mir verstärkt sich immer mehr der Eindruck, dass dieses Angebot überhaupt nur kam, weil mein letztes Schreiben in ziemlichen paragraphen-deutsch formuliert war und sie Angst haben, dass ich mir einen Anwalt nehmen könnte. Ganz ehrlich? Mittlerweile hätte ich sehr große Lust dazu. Auch meinem Antrag auf Teilzeit nach der Elternzeit konnten sie nicht statt geben, da sie das erst 4! Wochen vor dem Wiedereinstieg entscheiden könnten. Ich schwanke zwischen unbändiger Wut und einem hysterischen Lachanfall....

Spiekeroog

Ein wunderschöner Urlaub ist leider schon zu Ende. Spiekeroog könnte glatt zu meiner neuen Lieblingsinsel aufsteigen. Ich liebe die ostfriesische Landschaft, die Weite und vor allem das Meer. Ich hätte nie gedacht das wir ein solches Glück mit dem Wetter haben. Wir haben wirklich jeden Tag am Strand in der Sonne gelegen. Elina hatte viel Spaß beim Sand buddeln aber auch beim Planschen im Meer. Erstaunlich, dass sie so gar keine Angst hatte, eher im Gegenteil. Urlaub mit den Schwiegereltern ist gewöhnungsbedürftig, gibt aber jede Menge Erkenntnisse über die eine oder andere Unart des Mannes auf. Das enorme Schlafbedürfnis und der Blick über jegliche Unordnung hinweg, scheint verebt zu sein ;-) Ich konnte eine Woche mal wirklich ausspannen und hatte zum ersten mal seit vielen Urlauben das Verlangen noch eine Woche länger zu bleiben.

Freitag, September 08, 2006

Streß und hoffentlich Erholung

Da hat mein Mann mal Urlaub und die ganze Woche war eigentlich nur streßig. Dachboden streichen und Keller endlich aufräumen, das war sein und damit auch mein Wochenpensum. Nebenbei noch die Urlaubsvorbereitungen getroffen und natürlich mit Elina spielen. Gestern war ich so fertig, dass mein Körper mal wieder rebelliert hat. Ich fand das sehr erschreckend aber auch eigentlich die logische Konsequenz der letzten Woche.

Vor uns liegt eine Woche Spiekeroog mit den Schwiegereltern. Ich hoffe es war die richtige Entscheidung eine große gemeinsame Ferienwohnung zu nehmen. Ein bischen bange ist mir schon aber wir konnten diesen Wunsch einfach nicht ausschlagen. Wer hätte das auch gekonnt, wenn der Vater kurz nach dem Herzinfarkt um einen gemeinsamen Urlaub bittet...

Ich freue mich auf das Meer und die Wettervorhersage ist mehr als gut. Für eine Woche closed, also....

Sonntag, September 03, 2006

Landleben

Kürbisfest direkt beim Bauern mitten im Feld. Die Kinder durften auf dem Traktor mitfahren, Planwagen fahren, Kürbisse aushöhlen und in einem riesigen Heuhaufen spielen. Elina hatte einen riesen Spaß, ist quer durchs Heu gerannt und hat es wild durch die Luft gewirbelt. Überall lachende und glückliche Kinder, einfach herrlich.

Klischees

Gestern abend wurde mal wieder jegliches Klischee bedient. Der Großteil der Männer sitzt vorm Fernseher und schaut Fußball, die Frauen sitzten hinter den Herren und unterhalten sich über die Aldi-Produktpallette und Kinder. In solchen Momenten bin ich immer froh, dass mein Mann kein Fußball guckt und ich bei o.g. Themen meistens die Flucht ergreife und vor allem, dass ich mittlerweile ein paar ganz liebe Mamis kenne, die auch über ihren Tellerrand drüber schauen können.

Freitag, September 01, 2006

Verliebt in Berlin....

.... das schönste Märchen was ich seit Pretty Woman im Fernsehen gesehen habe. So kitschig, dass es schon wieder so schön ist um ein paar Tränchen zu verdrücken *seufz*

Der letzte Tag

Gestern das letzte mal arbeiten und es war verdammt merkwürdig nicht zu wissen ob man die "heiligen Hallen" noch einmal betreten wird. Beim Verabschieden warf mir die Vorstandssekretärin noch ein " Wir sehen uns bald wieder" zu. Ich habe beschlossen nicht weiter darüber nachzudenken, ob sie mehr weiß als ich oder ob es nur ein Spruch war. Wobei das nicht nachdenken sehr schwer fällt. Beim Verlassen des Büros musste ich doch zwei Tränchen mir verkneifen, wobei die wohl eine Mischung aus Wut und Traurigkeit waren. Wut darüber, dass man mit Müttern in diesem Unternehmen so umspringt und Traurigkeit darüber, dass ich wohl nicht mehr in meinem Job arbeiten werde.