Sonntag, Oktober 29, 2006
Unterschiede
Wir waren heute bei strahlendem Sonnenschein in Mainz. Mir ist mal wieder aufgefallen wie unterschiedlich die Tochter meine Schwester und Elina aufwachsen. Elina hat den Mund gar nicht mehr zu bekommen, bei so vielen Menschen und so vielen Autos auf einem Haufen. Straßenbahnen findet sie wahnsinnig faszinierend. Dagegen sind für sie Traktoren und lange einsame Feldspaziergänge, genauso wie Pferde, Enten und sonstiges "Getier" etwas gewöhnliches. Bei ihrer Cousine die in einem Frankfurter Stadteil aufwächst ist das genau anders herum. Als wir hier in Richtung Feld gelaufen sind, war sie völlig fasziniert von der Weite und von der riesigen Pferdekoppel. Ich finde es faszinierend wie gegensätzlich die beiden aufwachsen und wie sie sich entwicklen. Schon heute hat ihre Cousine einen Hang zu elektronischem Spielzeug und dem Fernseher wohin gegen Elina beides überhaupt nicht interessiert. Aber was ich auch sehr witzig finde ist, dass ich früher immer gesagt habe das ich nie aufs Land ziehe und meine Schwester nie in der Stadt bleiben wollte. So schnell ändern sich die Ansichten...
Ergänzung
Nein, es ist nicht alles schlecht aber vieles sehr viel schwieriger geworden. Der neue Job bringt eine Reisequote von 50-70% mit sich. 3 Tage die Woche, war er die letzten Wochen eigentlich meistens nicht zu Hause. Das ständige hin und her verkraftet Elina nicht. Zudem ist sie seit 2 Wochen dauer-erkältet, wacht Nachts mind. 2 mal auf und hat den Mittagsschlaf abgeschafft. Für mich heißt das rund-die-Uhr für Elina da sein. Kaum Pause, kaum Zeit zum entspannen. Wenn Oma da ist, erledige ich den Haushalt oder sonstigen Kram zu dem ich sonst einfach nicht komme. Zeit nur für mich gibt es so gut wie gar nicht mehr. Auf Dauer ist das belastend. Ich rede mir den Mund fusselig aber es kommt nichts an. Ihm macht der Job Spaß und somit muss ich mit den Folgen leben. Elina ist mittlerweile sehr oft beleidigt, wenn er nach Hause kommt. Sie ignoriert ihn, die erste halbe Stunde eigentlich völlig. Das das alles normale Reaktionen ihrerseits sind weiß ich ja aber es ist eben nicht immer einfach damit umzugehen. Manchmal macht es mich auch traurig, wenn andere Mamas erzählen, dass abends Papazeit ist und Mama einfach mal ins Fitnessstudio fahren kann. Und immer wieder frage ich mich, wie ich jemals wieder arbeiten gehen soll? Ohne Unterstützung einer Oma ist das überhaupt nicht möglich. Schon jetzt, kann ich meinen einzigen Termin in der Woche kaum halten, wenn ich mich darauf verlassen würde, dass er hier ist. Manchmal komme selbst ich an meine Grenzen. Mein Blog ist dann wohl mein Boxring zum abreagieren. Schreiben ändert zwar nichts aber es hilft manchmal schon, alles einfach in Worte zu fassen.
Ach ja, ab morgen wieder 5 Tage alleinerziehend.
Ach ja, ab morgen wieder 5 Tage alleinerziehend.
Freitag, Oktober 27, 2006
Verständlich
Ist es verständlich, wenn Elina nur an mir klebt?
Ist es verständlich, wenn Elina kaum etwas von Papa wissen will, wenn er denn da ist?
Ist es verständlich, wenn Elina wütend ist, wenn Papa, selbst Freitags nicht vor 17 Uhr Feierabend machen kann? Und das nach einer 3-tägigen Geschäftsreise hinter uns und einer 5-tägigen vor uns?
Ist es verständlich, wenn Elina abens nicht mehr in ihr Bett gehen will, sondern sich ins große Bett an Mama kuscheln will?
Ist es verständlich, wenn die Gute-Nacht-Flasche vom Papa auch nicht mehr allzu erwünscht ist?
Für mich ist es mehr als verständlich.
Elina und ich hatten so einen schönen Tag. Wir waren spazieren haben Pferde und jede Menge Traktoren gesehen. Haben die Enten im Fluß bestaunt und waren auf dem Markt einkaufen. Für all das interessiert sich Papa nicht. Ich bin Elina im Moment so nah wie selten. Ich verstehe all ihre Wut und ihre Trauer und möchte ihren Papa so manches mal gerne wach rütteln. Früher hat er sich immer über mich lustig gemacht, wenn ich rund um dir Uhr gearbeitet habe. Heute rede ich gegen eine Wand. Er sollte an mir gesehen haben, wohin das führen kann. Damals hatten wir noch keine Tochter, damals war ich nur für mich selbst verantwortlich. Heute wartet jemand zu Hause auf ihn. Jeden Tag und jede Nacht. Immer wieder wird nach dem Papa gefragt. Teilweise wütend, teilweise beileidigt, teilweise einfach nur traurig. Und ich bin so machtlos. Manchmal wächst mir das alles über den Kopf. Nicht nur das ich mich um unsere kleine wundervolle Tochter rund um die Uhr kümmern muss, nein auch alles andere bleibt an mir hängen. Sei es der Garten, der Haushalt, der Bürokram eben einfach alles. Man stumpft ab mit der Zeit und funktioniert aber wogegen man nie abstumpft sind die traurigen Augen von Elina, wenn sie morgends wach wird und nach ihrem Papa fragt.
Ist es verständlich, wenn Elina kaum etwas von Papa wissen will, wenn er denn da ist?
Ist es verständlich, wenn Elina wütend ist, wenn Papa, selbst Freitags nicht vor 17 Uhr Feierabend machen kann? Und das nach einer 3-tägigen Geschäftsreise hinter uns und einer 5-tägigen vor uns?
Ist es verständlich, wenn Elina abens nicht mehr in ihr Bett gehen will, sondern sich ins große Bett an Mama kuscheln will?
Ist es verständlich, wenn die Gute-Nacht-Flasche vom Papa auch nicht mehr allzu erwünscht ist?
Für mich ist es mehr als verständlich.
Elina und ich hatten so einen schönen Tag. Wir waren spazieren haben Pferde und jede Menge Traktoren gesehen. Haben die Enten im Fluß bestaunt und waren auf dem Markt einkaufen. Für all das interessiert sich Papa nicht. Ich bin Elina im Moment so nah wie selten. Ich verstehe all ihre Wut und ihre Trauer und möchte ihren Papa so manches mal gerne wach rütteln. Früher hat er sich immer über mich lustig gemacht, wenn ich rund um dir Uhr gearbeitet habe. Heute rede ich gegen eine Wand. Er sollte an mir gesehen haben, wohin das führen kann. Damals hatten wir noch keine Tochter, damals war ich nur für mich selbst verantwortlich. Heute wartet jemand zu Hause auf ihn. Jeden Tag und jede Nacht. Immer wieder wird nach dem Papa gefragt. Teilweise wütend, teilweise beileidigt, teilweise einfach nur traurig. Und ich bin so machtlos. Manchmal wächst mir das alles über den Kopf. Nicht nur das ich mich um unsere kleine wundervolle Tochter rund um die Uhr kümmern muss, nein auch alles andere bleibt an mir hängen. Sei es der Garten, der Haushalt, der Bürokram eben einfach alles. Man stumpft ab mit der Zeit und funktioniert aber wogegen man nie abstumpft sind die traurigen Augen von Elina, wenn sie morgends wach wird und nach ihrem Papa fragt.
Und es hat klick gemacht
Ich habe mich ja schon gar nicht mehr getraut daran zu glauben aber seit 3 Tagen spielt Elina länger als 5 Minuten alleine. Das erste mal aufgefallen ist es mir beim Mittagessen kochen. Sie saß eine ganze halbe Stunde zufrieden in ihrer Spielecke und hat sich ein Buch angeschaut. Herrlich, sie so vertieft in ihr Buch zu sehen.
Leider hat sie zeitgleich beschlossen keinen Mittagsschlaf mehr zu machen. Zwei Tage riesen Theater aber nicht eine Minute Schlaf. Erstaunlicherweise war sie auch den ganzen Tag fit und ist ganz normal um 19.30 Uhr ins Bett gegangen. Anscheinend hat ihr der Schlaf wirklich nicht gefehlt.
Nachdem ihre Erkältung immer schlimmer wurde und ich langsam wirklich Panik vor der nächsten Antibiotika-Gabe hatte, war ich auch mit ihr bei der Heilpraktikerin. 3 Globulis später geht es ihr wesentlich besser. Erstaunlich und faszinierend, das.
Leider hat sie zeitgleich beschlossen keinen Mittagsschlaf mehr zu machen. Zwei Tage riesen Theater aber nicht eine Minute Schlaf. Erstaunlicherweise war sie auch den ganzen Tag fit und ist ganz normal um 19.30 Uhr ins Bett gegangen. Anscheinend hat ihr der Schlaf wirklich nicht gefehlt.
Nachdem ihre Erkältung immer schlimmer wurde und ich langsam wirklich Panik vor der nächsten Antibiotika-Gabe hatte, war ich auch mit ihr bei der Heilpraktikerin. 3 Globulis später geht es ihr wesentlich besser. Erstaunlich und faszinierend, das.
Mittwoch, Oktober 25, 2006
Karten
Alle zwei Wochen spielen wir Karten. Alle zwei Wochen abwechselnd bei einer von uns. Alle zwei Wochen in der "alten Heimat" und alle 10! Wochen einmal bei mir. Heute war wieder ich dran und was soll ich sagen? Es war wie immer. Die jenige die einmal in 10 Wochen mit dem Auto fahren muß und nicht zu Fuß gehen muss, nölt den ganzen abend rum und bläst punkt 21.15 Uhr zum Aufbruch. Das sieht dann so aus, dass sie mehr oder weniger kommentarlos ihre Jacke und ihre Handtasche greift und aufsteht. Normalerweise spielen wir bis 22 Uhr aber eben nur wenn wir in der "alten Heimat" spielen, wenn wir bei mir spielen gelten andere Gesetzte. Das ich von den 10 Wochen 5 durch die Gegend fahre, keinen Schluck Wein trinke und trotzdem bis um 22 Uhr spiele interessiert niemanden. Aber wenn sie dann einmal fahren müssen, ist es plötzlich wichtig um 22 Uhr zu Hause zu sein und der nicht getrunkene Wein ist natürlich auch sehr wichtig. Zum kotzen das Ganze und mehr als einmal denke ich darüber nach einfach nicht mehr zu fahren. Warum gibt man immer und bekommt so gut wie gar nichts zurück? Und warum ist es unhöflich, wenn ich einmal um 21.15 Uhr aufstehe und nach Hause will, weil ich ja noch fahren muss?
Das hat mir gerade noch gefehlt
Nachdem ich geschlagene zwei Stunden versucht habe, Elina zum Mittagsschlaf zu bringen, kam meine Oma zu Besuch. Genau dann, während das Kind mal wieder brüllend und wütend im Bett tobte. Als ich "das arme Kind" dann raus geholt und nach unten gebracht habe, ging es los. "Sie ist ja schon wieder erkältet, das ist ja aber auch kein Wunder so dünn wie Du sie anziehst. Außederm war ja im Kinderzimmer das Fenster gekippt, das ist viel zu kalt und nachts darf man das überhaupt nicht mehr kippen, da erfriert das Kind ja." Mal davon abgesehen, das es hier heute Mittag draußen 18° hat und die Sonne den ganzen Vormittag auf ihr Zimmer geknallt hat, waren es 22° Raumtemperatur. Ich bin vorhin, wahrscheinlich zum ersten mal ihr gegenüber wirklich ausgetickt. So eine Nummer hat mir gerade noch gefehlt, nach dem zwei-Stunden-Machtkampf mit Elina. Jetzt ist "das arme Kind" mit der Oma spazieren und wahrscheinlich nach den ersten zwei Metern im Kinderwagen schon eingepennt....
Dienstag, Oktober 24, 2006
Schon wieder
Kaum ist die eine Mittelohrentzündung halbwegs abgeklungen, läuft Elina schon wieder die Nase wie ein Wasserfall. Sch... Eckzähne. Immerhin sieht man jetzt die erste Spitze durch schimmern. Als mir letztens jemand von einer Zahnparty erzählt hat, wußte ich erst gar nichts damit anzufangen. Es gibt wohl Mütter, die es feiern, wenn alle Zähne beim Sprößling durch sind. Erst hielt ich diese Idee für total bescheuert aber mittlerweile finde ich das wirklich einen mehr als guten Grund zu feiern.
Sonntag, Oktober 22, 2006
Hochzeiten
Das Wochenende in Stichworten:
560 km gefahren
eine wunderschöne kirchliche Trauung
gutes Essen, lecker Wein
wirklich gute Hochzeitsspielchen, die ich eigentlich so hasse
Hochzeitsbräuche die ich noch nicht kannte
alles in allem eine tolle Hochzeit
560 km gefahren
eine wunderschöne kirchliche Trauung
gutes Essen, lecker Wein
wirklich gute Hochzeitsspielchen, die ich eigentlich so hasse
Hochzeitsbräuche die ich noch nicht kannte
alles in allem eine tolle Hochzeit
Dienstag, Oktober 17, 2006
Alte Wunden
Mittlerweile ist es gut zwei Jahre her das mich jemand so sehr verletzt hat, das ich immer noch daran zu knabbern habe. Ich muss endlich damit abschließen aber weiß nicht wie. Es gab nie eine Aussprache, nur geschriebene und verletzende Worte. Eine mail die ich nie gelöscht habe, vielleicht eine Art Mahnmal? Immer wieder reißt diese alte Wunde auf. Ich muss einen Schlußstrich darunter ziehen, sonst werde ich mich wohl nie für etwas neues öffnen können.
Neid
Schwiegermutter jammerte mal wieder am Telefon wie wenig sie Elina doch eigentlich sieht und das meine Mama ja immer im Vorteil wäre. Zum einen sieht sie Elina mind. einmal die Woche und meine Mama sieht sie höchstens alle zwei Wochen. Zum anderen geht mir dieses gegeneinander aufwiegen sowas von auf den Keks. Ist es nicht sowas von egal bei welcher Oma sie wie oft ist bzw. wer sie wie oft sieht? Jetzt kriegt Elina das Gezerre von Seiten Schwiema noch nicht mit aber was ist wenn sie das anfängt zu verstehen? Ich merke ja jetzt schon, dass ihr das Geklammere nicht sonderlich gut gefällt und sie bei meiner Mama sich ganz anders verhält. Ich finde es ja bewundernswert wenn jemand so offen und ehrlich seine Wünsche äußert aber vielleicht sollte man dann doch auch mal auf die Bedürfnisse der anderen achten.
Montag, Oktober 16, 2006
Gefunden
So ganz auf den letzten Drücker habe ich heute doch noch etwas zum Anziehen für die Hochzeit gefunden. 4 1/2 Stunden sind wir durch die Frankfurter City gehetzt. Immer noch die Erkenntnis das diese Herbstmode und ich nicht zusammen passen - normalerweise wäre ich nach so einem Shopping-Nachmittag sicher nicht mit nur zwei kleinen Tüten nach Hause gekommen. Aus lauter Frust musste dann doch noch eine Handtasche her. Gekauft habe ich letztendlich das Kostüm, welches mir im ersten Laden gleich ins Auge gefallen ist, ich aber nicht anprobiert habe. Jetzt fehlen nur noch die passenden Schuhe... Probleme die die Welt nicht braucht.
Elina hat auf dem Hinweg mal wieder gebrochen und ich hatte mal wieder keine Ersatzklamotten mit. Immerhin hat sie jetzt ein hübsches neues Oberteil und neue Bodys bekommen. Auch ne Möglichkeit seine Garderobe aufzustocken.
Elina hat auf dem Hinweg mal wieder gebrochen und ich hatte mal wieder keine Ersatzklamotten mit. Immerhin hat sie jetzt ein hübsches neues Oberteil und neue Bodys bekommen. Auch ne Möglichkeit seine Garderobe aufzustocken.
Mittwoch, Oktober 11, 2006
Oh what a day
Der Tag fing eigentlich ganz gut an. Gemütliches und vor allem friedliches spielen am Morgen, bis Oma mich abgelöst hat. Danach ging es zur Heilpraktikerin. Mittlerweile geht es meinem Rücken erstaunlich gut und mein Körper spricht allgemein sowas von an auf diese Therapie, das es fast schon erschreckend ist.
Danach ging es zum Shoppen. Wir sind in zwei Wochen auf eine Hochzeit eingeladen und ich habe - wie immer - nichts passends zum Anziehen. Geschlagene zwei Stunden bin ich die Einkaufsmeile hoch und runter gehetzt und habe gar nichts, aber auch rein gar nichts gefunden. Noch nicht mal mehr ein schnödes T-Shirt. Irgendwie passen die Herbstmode und ich nicht wirklich zusammen dieses Jahr. Knielange Röcke und dazu noch Stiefel, mögen an einer 1,80 m großen Frau ja ganz nett aussehen aber bei 1,50 m sieht das einfach nur nach Rumpelstielzchen aus. Blusen ohne Arm oder Trägertops sind im Hochsommer ja sehr nett aber bei 10 oder 15 Grad brauch ich das dann doch nicht. Ach ja, und Oberteile die bis zu den Knien gehen, sehen wohl auch erst ab 1,80 m wirklich gut aus. Keine Ahnung wo ich jetzt in der verbleibenden Woche noch etwas passendes finde. Ich weiß ja eigentlich auch gar nicht so richtig was ich suche.
Als ich nach Hause kam fand ich im Wohnzimmer ein fix und fertiges Kind. Drei mal hätte sie die letzte Stunde gebrochen aber Fieber hat sie keins. Zum Glück war der Kinderarzt noch da und wir haben uns direkt auf den Weg gemacht. Schon als wir ankamen war mir klar was sie hat. Sie zeigte ständig auf den Kopf und wenn ich nur in die Nähe ihrer Ohren gekommen bin hat sie gebrüllt. Die Ärztin bestätigte die, leider beidseitige, Mittelohrentzündung und nun nimmt sie mal wieder Antibiotika. Verwunderlich das sie so rein gar kein Fieber hatte. Anscheinend hat sie da wirklich meine Gene bekommen. Wenn es mir nicht gut geht schlägt mir das auch zuerst auf den Magen.
Ach ja, meine Erkältung ist auch hartnäckig. Mal schauen ob die homöopathischen Mittel jetzt anschlagen.
Danach ging es zum Shoppen. Wir sind in zwei Wochen auf eine Hochzeit eingeladen und ich habe - wie immer - nichts passends zum Anziehen. Geschlagene zwei Stunden bin ich die Einkaufsmeile hoch und runter gehetzt und habe gar nichts, aber auch rein gar nichts gefunden. Noch nicht mal mehr ein schnödes T-Shirt. Irgendwie passen die Herbstmode und ich nicht wirklich zusammen dieses Jahr. Knielange Röcke und dazu noch Stiefel, mögen an einer 1,80 m großen Frau ja ganz nett aussehen aber bei 1,50 m sieht das einfach nur nach Rumpelstielzchen aus. Blusen ohne Arm oder Trägertops sind im Hochsommer ja sehr nett aber bei 10 oder 15 Grad brauch ich das dann doch nicht. Ach ja, und Oberteile die bis zu den Knien gehen, sehen wohl auch erst ab 1,80 m wirklich gut aus. Keine Ahnung wo ich jetzt in der verbleibenden Woche noch etwas passendes finde. Ich weiß ja eigentlich auch gar nicht so richtig was ich suche.
Als ich nach Hause kam fand ich im Wohnzimmer ein fix und fertiges Kind. Drei mal hätte sie die letzte Stunde gebrochen aber Fieber hat sie keins. Zum Glück war der Kinderarzt noch da und wir haben uns direkt auf den Weg gemacht. Schon als wir ankamen war mir klar was sie hat. Sie zeigte ständig auf den Kopf und wenn ich nur in die Nähe ihrer Ohren gekommen bin hat sie gebrüllt. Die Ärztin bestätigte die, leider beidseitige, Mittelohrentzündung und nun nimmt sie mal wieder Antibiotika. Verwunderlich das sie so rein gar kein Fieber hatte. Anscheinend hat sie da wirklich meine Gene bekommen. Wenn es mir nicht gut geht schlägt mir das auch zuerst auf den Magen.
Ach ja, meine Erkältung ist auch hartnäckig. Mal schauen ob die homöopathischen Mittel jetzt anschlagen.
Dienstag, Oktober 10, 2006
Logische Reihe
Elina ist seit Samstag erkältet, seit Sonntag Wolfram und seit gestern ich. Ein "herrliches" Wochenende mit Triefnasen und schlechter Laune überall.
Freitag, Oktober 06, 2006
Sport
Gestern das erste mal seit über zwei Jahren beim Sport. Powerdance nannte sich das ganze und war wirklich gut. Wenn ich auch vor zwei Jahren über die Geschwindigkeit der Schrittkombinationen gelacht hätte, kam ich gestern doch gerade so klar.
Donnerstag, Oktober 05, 2006
Neue Möbel
Noch schöner als Möbel vom schwedischen Möbelhaus zusammen zu bauen, sind die Möbel vom dänischen. Ja genau die, mit ihrem penetranten Werbespot. Nachdem unser vorbestelllter Tisch wohl anderweitig verkauft wurde, habe sie nach langem Suchen doch noch einen im Lager gefunden. Wir haben uns also gestern abend fröhlich ans zusammen bauen von 4 Stühlen und einem Esstisch gewagt. Alleine für die 4 Stühle haben wir gut 2 Stunden gebraucht und das zu zweit. Als ich dann aber den Esstisch in Angriff nehmen wollte, war leider außer der Tischplatte nichts weiter in dem Paket. Der äußerst "kompetente" Lagermitarbeiter hat uns vergessen das zweite Paket mitzugeben. Jetzt kann ich heute nachmittag noch einmal dort hin fahren und das wahrscheinlich sauschwere Paket alleine nach Hause wuchten und dann den Tisch mit vier Beinen versehen. So eine Tischplatte auf dem Boden sorgte zwar zu allgemeinen Belustigung bei Elina aber zum Essen ist es doch ein klein wenig unpraktisch
Sonntag, Oktober 01, 2006
Einladung
Gestern flatterte ein handgeschriebener Brief vom Vorstand persönlich in meinen Briefkasten. Ich dachte erst, er würde mir jetzt in warmen Worten erklären, warum sie mir keinen Job anbieten können aber da habe ich falsch gedacht. Er lädt mich zur Weihnachtsfeier ein. Einerseits ja sehr nett, vor allem da Hand geschrieben aber andererseits ein klein wenig lächerlich nach der ganzen Vorgeschichte.
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