Ich lese gerade ein Buch welches mich gut 8 Jahre zurück versetzt: Gut gegen Nordwind, eine wunderschöne email-Liebesgeschichte. Dieses Buch beschreibt so gut wie faszinierend und aufregend es ist, jemanden vorerst nur anhand seines Schreibstiles kennen zu lernen. Es beschreibt, wie abhängig man sich vom Computer und diesem kleinen email-Symbol macht, welches aufblinkt sobald eine neue Nachricht eintrifft. Es beschreibt die Ängste vor dem ersten realen Treffen. Es beschreibt wie einfach und gleichzeitg kompliziert es sein kann, wenn man sich in das geschriebene Wort verliebt und nicht weiß ob die Person in natura tatsächlich genauso ist wie seine geschriebenen Worte. Wenn in der realen Welt eine Beziehung besteht und man einfach nicht weiß ob man sich da in etwas verannt hat.
Vor gut 8 Jahren haben wir angefangen uns mails hin und her zu schicken. Später haben wir nächtelang gechattet. Immer war da die Angst, dass das alles in natura nicht so sein kann. Die Angst vor dem ersten Treffen ja sogar vor dem ersten Telefonat war unglaublich groß. Was, wenn er ganz anders klingt als er schreibt? Was wenn er mir total unsympatisch ist, wenn er mir gegenüber steht? Was wenn danach keine schon so vertrauten emails meine Mailbox füllen? Und dann war da gut ein halbes Jahr später das erste kurze Telefonat und kurz darauf das erste Treffen. Der erste Blick in die Augen, die ersten Minuten der absoluten Unsicherheit und dann war klar, dass die geschriebenen Worte den realen Worten um nichts nachstehen...
Zwei Sätze vom Klappentext von Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind" mag ich zitieren weil sie so schön auf unsere Geschichte passen: >>Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf.<<
Donnerstag, Mai 14, 2009
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1 Kommentare:
Ich habe es mir gleich auf meine Wunschliste gepackt. :) Klingt wirklich sehr lesenswert, spannend und kurzweilig. Danke für den Tipp!
LG, Carla
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